Wir haben aufgehört, uns etwas vorzumachen
Ob Klima, Biodiversitätskollaps, der Zusammenbruch gesellschaftlicher Werte oder der Aufstieg des Techfaschismus – bei vielen Systemen haben wir Kippunkte überschritten und sind irreversibel im Kollaps. Bei anderen mag der Kollaps bei sofortigem globalem Handeln noch abwendbar sein.
Wir wollen Möglichkeiten finden, aufzeigen und lernen, in multiplen Kollapsen solidarisch zu handeln und zu gestalten – um ein möglichst gutes Leben für alle zu ermöglichen.
Theorie
Deine Kenntnisse und Skills im Bereich der planetaren Grenzen und klimatisch-ökologischen Kipppunkte sind ausdrücklich erwünscht – ebenso das Darstellen realistischer „No Hopium"-Szenarien und Kollapsdynamiken.
Themen gesucht
- Planetare Grenzen & ökologische Kipppunkte, z. B. Permafrost-Tauen oder Monsun-Kollaps
- Klimatische und gesellschaftliche Kollapsdynamiken
- Kollapsereignisse der Vergangenheit, beispielsweise der Untergang der Bronzezeit oder der Sowjetunion
- Realistische Szenarien ohne „Hopium", etwa Deep-Adaptation-Ansätze
Formate
- Vorträge & Workshops, zum Beispiel interaktive Inputs oder Skill-Shares
- Open-Space-Sessions
- Diskussionsrunden, beispielsweise Fishbowl oder World-Café
- Praxisübungen, etwa Simulationen oder Rollenspiele
Emo
Wir wollen Raum für Trauer und Verlust bieten, Möglichkeiten der psychologischen Ersten Hilfe aufzeigen und gruppendynamische Prozesse erkennen, verstehen und nutzen lernen.
- Psychologische Erste Hilfe in Krisensituationen, zum Beispiel Peer-Support-Methoden oder trauma-informierte Gesprächsführung
- Umgang mit kollektivem Verlust und Klimatrauer, etwa Trauerrituale oder Solastalgie-Kreise
- Gruppendynamik und solidarische Entscheidungsfindung, beispielsweise Soziokratie oder Konsens-Methoden
- Resilienz in Gemeinschaften aufbauen, z. B. Nachbarschaftsnetzwerke oder gegenseitige Unterstützungssysteme
Praxis
Praktisch wollen wir uns auf den Kollaps und dadurch bedingte katastrophale Ereignisse vorbereiten. Wir suchen Beiträge aus diesen Bereichen:
Medizin & Versorgung
- Erste Hilfe & Kollapsmedizin, beispielsweise Traumaversorgung ohne Klinik
- Medikamentensubstitution, etwa pflanzliche Alternativen oder Rationierungsstrategien
- Selbstversorgung & Ernährungssicherheit, z. B. Permakultur, Vorratshaltung oder Saatgutlagerung
Technik & Schutz
- Langstreckenkommunikation, zum Beispiel Amateurfunk oder Mesh-Netzwerke
- Selbsthilfe & technische Grundversorgung, etwa Reparaturkultur oder dezentrale Energiegewinnung
- Physische Community-Verteidigung, beispielsweise Awareness-Konzepte oder Deeskalationstraining
Vernetzung
Unser Schwerpunkt Vernetzung will Anstoß geben für den Aufbau regionaler sowie thematischer Netzwerke. Solidarisches Handeln beginnt mit Verbindung.
Wer ist willkommen?
Ausdrücklich angesprochen sind nicht nur Organisationen, Helfer, Wissenschaftler und Aktivisti. Wir freuen uns über Beiträge von allen Menschen, die etwas beizutragen haben:
- Menschen mit Erfahrungen in gesellschaftlichem Kollaps
- Personen, die katastrophale Wetter- oder Klimaereignisse erlebt haben
- Geflüchtete, die von ihren Erfahrungen berichten möchten
- Gesellschaftlich marginalisierte Menschen
- Alle, die Fertigkeiten, Erkenntnisse oder Überlebenskenntnisse teilen wollen
Macht mit – meldet euch!
Helft uns, unterstützt uns! Zeigt uns eure Erkenntnisse, Fertigkeiten, Hilfen und Überlebenskenntnisse. Wir freuen uns auf das Kollapscamp26 in Kuhlmühle mit euch.
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